Social Networks: Zeit für Konsolidierung
Es gibt Xing, StudiVZ, Facebook, Twitter, MySpace, Wer-kennt-wen. Und überall hat man das Gefühl, dabei sein zu müssen – schließlich sind überall andere Menschen, mit denen man vernetzt sein möchte.
Doch ist das zeitlich überhaupt möglich? Kann man wirklich in so vielen Social Networks aktiv und vernetzt sein? Vernetzt sein sicherlich, allerdings ist man dann in den meisten Social Networks nicht viel mehr als eine Karteileiche.
Der Begriff “Social Networks” enthält zwei Bestandteile: “social”, also sozial, für soziale Aktivität (sei es gruscheln, chatten und stubsen), und “network”, also Netzwerk, für Vernetzung.
Natürlich kann man Social Networks problemlos nur als Netzwerk verwenden, quasi als öffentliches Adressbuch – aber verliert man ohne den Social-Aspekt nicht einen relevanten Teil des Sinns?
Ich meine: es wird Zeit für Konsolidierung. Da Google mit Google Buzz ebenfalls die Arena betreten hat und damit Facebook angreifen möchte, stellt sich natürlich die Frage: welche Social Networks soll man nutzen?
Das Grundproblem bei quasi allen Social Networks ist der Lock-in-Effekt: man kann seine Daten nicht mitnehmen, wenn man sich verabschiedet, und man kann nur mit den Menschen dort in Kontakt treten, wenn diese auch dort angemeldet sind.
Bei E-Mails ist das glücklicherweise nicht der Fall: ob jemand AOL, Yahoo oder Gmail nutzt, ist dank des offenen Protokolls egal – man kann E-Mails senden an jeden, der E-Mails empfangen kann.
Das ist es auch, was bei Social Networks fehlt: eine Möglichkeit, via Facebook eine Nachricht an jemanden bei StudiVZ oder MySpace zu schicken; es ist unwahrscheinlich, dass dies jemals möglich ist.