Mich überzeugt seine Argumentation nicht wirklich. Ich bin der Meinung, dass der zugehörige Legalcode ziemlich klar und eindeutig ist: meiner Meinung nach sollte es CC-BY-ND-konform sein, verschiedene Größen eines Bildes zu verwenden, jedoch nicht, ein Bild nach Belieben zuzuschneiden.
Genau das jedoch bietet Flickr mit der Quadrat-Version eines Bildes an: einen verkleinerten Ausschnitt eines Bildes. Nun gibt es drei Möglichkeiten:
Die Flickr-Juristen haben diese Möglichkeit übersehen – eher unwahrscheinlich.
In den Flickr-AGB ist dieser Fall genau geregelt – gut möglich.
Zuschneiden eines Bildes ist unter Umständen doch CC-BY-ND-konform.
Ich tendiere zu Möglichkeit 2, ohne mir die Flickr-AGB angeschaut zu haben.
Jedenfalls wird deutlich: auch bei der Verwendung von Bildern unter Creative Commons muss man aufpassen.
Denn es ist ja wirklich grotesk: die Politik warnt nur vor den Risiken des Internets, macht Angst vor Datenmissbrauch, vor Diebstahl, vor Pornographie – eine böse Welt, dieses Internet, wenn man den üblichen Bedenkenträgern glaubt.
Dass das Internet aber auch eine unglaublich große Chance ist, dass es so unglaublich viele Möglichkeiten bietet, die noch nicht einmal ansatzweise verstanden wurden, das kommt leider viel zu kurz.
Zweierlei ist bemerkenswert: erstens, dass Europa führend in dieser Technik ist und etliche Hersteller auf die alte Technik setzen; zweitens, dass ein spannendes und hochinteressantes Interview exklusiv im Tagesschau-Blog zu finden ist. Ob es noch in der Tagesschau erscheint?
Manche Leute sind einfach nur peinlich. Der neue VZ-Chef erklärt, dass Facebook soviel erfolgreicher als StudiVZ und Co. sei, liege am erhöhten Datenschutz in Deutschland, dass sich StudiVZ daran halte und Facebook nicht.
Das ist grotesk. Nicht nur, dass gerade StudiVZ in der Vergangenheit erhebliche Sicherheitslücken hatte, die immer wieder als Feature deklariert wurden, bis sie irgendwann klammheinlich korrigiert wurden, nein: der Gedanke, dass Facebook deshalb erfolgreicher ist, weil es ungefähr eine Trillion mehr Möglichkeiten als StudiVZ bietet, auf die Idee kommt der gute Mann nicht.
Und: dass Copycat StudiVZ es doof findet, dass das Original erfolgreicher ist – das ist schon ziemlich dreist.