Zum Relaunch von “welt.de”: viel Bling-Bling um nichts

Jun 01 2010

Der Onlineauftritt der “Welt” wurde überarbeitet: “welt.de” ist völlig neu. Mein Ersteindruck war: der Relaunch ist völlig misslungen. Und nach wie vor sehe ich es so: das passt hinten und vorne nicht zusammen. Schauen wir uns die Startseite an:

Man sieht: nichts passt zusammen. Die Überschriften sind in “Times” gesetzt, während das Welt-Online-Logo aus einer Nicht-Serifen-Schriftart besteht. Gleichzeitig sind die Unterüberschriften in “Arial” gesetzt, der Fließtext jedoch in “Times”. Das wirkt schlicht und ergreifend wie Stückwerk. Zudem die Entscheidung, normale Artikel mit einer roten Überschrift zu versehen und Meinungsartikel mit einer blauen; die Idee ist theoretisch nicht dumm, in der Praxis jedoch wirkt es überladen.

Dann das Hauptmenü: während im Textbereich auf sinnfreie Spielereien verzichtet wird, wirkt ausgerechnet das zentrale Element wie geschmackloses “Bling-Bling”. Das gilt ebenso für die Seitelemente “Nachrichten-Ticker” und “Empfehlungen”. Das gilt auch für die Artikel-Einzelansicht: immer wieder sind Bling-Bling-Elemente eingestreut, die das seriöse Erscheinungsbild konterkarieren.

Allgemein: die Abstände sind zu gering, es fehlt an Weißraum. Die beiden Hauptspalten müssten besser unterteilt werden, möglicherweise mit einem feinen Trennstrich – so verwischt alles zu einem einzigen Brei.

Das Prinzip Fußzeile ist Geschmackssache – manche mögen es, manche nicht. Ich persönlich finde es nervig, aber das muss nicht für die Allgemeinheit gelten. Jedenfalls fehlt die Option, die Fußzeile zu deaktivieren, und natürlich gilt auch hier: unnötiges Bling-Bling.

Der graue Hintergrund wirkt düster. Hellblau würde gleich viel freundlicher wirken.

Das nur in aller Kürze.

Das Layout ist aber nicht unrettbar. Meine Empfehlungen: Schriftfarben radikal einschränken. Text schwarz, Überschriften hellblau – das passte zum Welt-Online-Logo. Gleiches gilt für die Schriftarten: “Arial” und “Times” teilweise in der Überschrift verwenden, teilweise im Fließtext, dann wieder woanders – das wirkt unruhig. Generell ist “Times” keine gute Schriftart für Webseiten, auch nicht für Überschriften. Die “Georgia” empfiehlt sich viel eher. Ergo: “Georgia” für alle Überschriften, “Arial” für alle anderen Texte. Und: auf Bling-Bling-Elemente solcher Art verzichten. Klare Linien passten besser zu einer Zeitung wie der “Welt”. Elemente, die nur einmal auftauchen, durch andere Elemente ersetzen. Mehr Weißraum und klare Trennlinien zwischen den einzelnen Spalten.

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Neue Funktionen für Google Docs

Mai 29 2010

Die neuen Funktionen für Google Docs sind wirklich beeindruckend:

Die beste neue Funktion ist natürlich der Chat, ohne Frage. Aktivieren via http://docs.google.com/settings.

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Creative Commons und Flickr

Mrz 17 2010

Kollege Till beschreibt in seinem Blog mögliche Fallstricke von Creative Commons in der CC-BY-ND-Version.

Mich überzeugt seine Argumentation nicht wirklich. Ich bin der Meinung, dass der zugehörige Legalcode ziemlich klar und eindeutig ist: meiner Meinung nach sollte es CC-BY-ND-konform sein, verschiedene Größen eines Bildes zu verwenden, jedoch nicht, ein Bild nach Belieben zuzuschneiden.

Genau das jedoch bietet Flickr mit der Quadrat-Version eines Bildes an: einen verkleinerten Ausschnitt eines Bildes. Nun gibt es drei Möglichkeiten:

  1. Die Flickr-Juristen haben diese Möglichkeit übersehen – eher unwahrscheinlich.
  2. In den Flickr-AGB ist dieser Fall genau geregelt – gut möglich.
  3. Zuschneiden eines Bildes ist unter Umständen doch CC-BY-ND-konform.

Ich tendiere zu Möglichkeit 2, ohne mir die Flickr-AGB angeschaut zu haben.

Jedenfalls wird deutlich: auch bei der Verwendung von Bildern unter Creative Commons muss man aufpassen.

[Ich bin kein Jurist.]

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Google Home View

Mrz 14 2010

(via)

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BBC: Internet als Chance begreifen

Mrz 05 2010

Sehr schönes Video von der BBC:

Denn es ist ja wirklich grotesk: die Politik warnt nur vor den Risiken des Internets, macht Angst vor Datenmissbrauch, vor Diebstahl, vor Pornographie – eine böse Welt, dieses Internet, wenn man den üblichen Bedenkenträgern glaubt.

Dass das Internet aber auch eine unglaublich große Chance ist, dass es so unglaublich viele Möglichkeiten bietet, die noch nicht einmal ansatzweise verstanden wurden, das kommt leider viel zu kurz.

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Tagesschau-Blog: 3D ohne Brille

Mrz 04 2010

Sehr cool: im Tagesschau-Blog ist ein Interview mit einem Ingenieur zu finden, der berichtet, dass schon heute 3D ohne 3D-Brille möglich ist – und dass diese Technik besser werden wird.

Zweierlei ist bemerkenswert: erstens, dass Europa führend in dieser Technik ist und etliche Hersteller auf die alte Technik setzen; zweitens, dass ein spannendes und hochinteressantes Interview exklusiv im Tagesschau-Blog zu finden ist. Ob es noch in der Tagesschau erscheint?

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StudiVZ: Copycat bemängelt Erfolg des Originals

Mrz 04 2010

Manche Leute sind einfach nur peinlich. Der neue VZ-Chef erklärt, dass Facebook soviel erfolgreicher als StudiVZ und Co. sei, liege am erhöhten Datenschutz in Deutschland, dass sich StudiVZ daran halte und Facebook nicht.

Das ist grotesk. Nicht nur, dass gerade StudiVZ in der Vergangenheit erhebliche Sicherheitslücken hatte, die immer wieder als Feature deklariert wurden, bis sie irgendwann klammheinlich korrigiert wurden, nein: der Gedanke, dass Facebook deshalb erfolgreicher ist, weil es ungefähr eine Trillion mehr Möglichkeiten als StudiVZ bietet, auf die Idee kommt der gute Mann nicht.

Und: dass Copycat StudiVZ es doof findet, dass das Original erfolgreicher ist – das ist schon ziemlich dreist.

Hauptsache laut.

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Social Networks: Zeit für Konsolidierung

Feb 14 2010

Es gibt Xing, StudiVZ, Facebook, Twitter, MySpace, Wer-kennt-wen. Und überall hat man das Gefühl, dabei sein zu müssen – schließlich sind überall andere Menschen, mit denen man vernetzt sein möchte.

Doch ist das zeitlich überhaupt möglich? Kann man wirklich in so vielen Social Networks aktiv und vernetzt sein? Vernetzt sein sicherlich, allerdings ist man dann in den meisten Social Networks nicht viel mehr als eine Karteileiche.

Der Begriff “Social Networks” enthält zwei Bestandteile: “social”, also sozial, für soziale Aktivität (sei es gruscheln, chatten und stubsen), und “network”, also Netzwerk, für Vernetzung.

Natürlich kann man Social Networks problemlos nur als Netzwerk verwenden, quasi als öffentliches Adressbuch – aber verliert man ohne den Social-Aspekt nicht einen relevanten Teil des Sinns?

Ich meine: es wird Zeit für Konsolidierung. Da Google mit Google Buzz ebenfalls die Arena betreten hat und damit Facebook angreifen möchte, stellt sich natürlich die Frage: welche Social Networks soll man nutzen?

Das Grundproblem bei quasi allen Social Networks ist der Lock-in-Effekt: man kann seine Daten nicht mitnehmen, wenn man sich verabschiedet, und man kann nur mit den Menschen dort in Kontakt treten, wenn diese auch dort angemeldet sind.

Bei E-Mails ist das glücklicherweise nicht der Fall: ob jemand AOL, Yahoo oder Gmail nutzt, ist dank des offenen Protokolls egal – man kann E-Mails senden an jeden, der E-Mails empfangen kann.

Das ist es auch, was bei Social Networks fehlt: eine Möglichkeit, via Facebook eine Nachricht an jemanden bei StudiVZ oder MySpace zu schicken; es ist unwahrscheinlich, dass dies jemals möglich ist.

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Liebe ist…

Feb 14 2010

Ich finde es immer wieder beeindruckend, was dank Internet möglich ist:

Mehr @Frauenfuss.

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